SLEEVE-GASTREKTOMIE /Schlauchmagen

Chirurgische Behandlung von Fettleibigkeit

SLEEVE-GASTREKTOMIE

Indikation: Fettleibigkeit

Die Sleeve-Gastrektomie ist die am häufigsten durchgeführte Operation bei Fettleibigkeit. Zu ihrer Durchführung qualifizieren sich Personen mit einem BMI-Wert von 35 oder höher. Eine weitere Indikation, welches für die Operation spricht, ist die Existenz mit Fettleibigkeit im Zusammenhang stehender Krankheiten: Diabetes, Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel, schmerzende Knie-, Hüft- und Lendenwirbelsäulengelenke, Schlafstörungen (Schlafapnoe), Unfruchtbarkeit bei Frauen. Von großer Bedeutung sind schwere Erkrankungen in der Familie und familiäre Belastung (Fettleibigkeit von Eltern, Geschwistern, Verwandten, sowie frühzeitige Todesfälle in der Familie aufgrund von Krankheiten, die im Zusammenhang mit Fettleibigkeit stehen).

Indikation: Nachoperation nach einer gescheiterten Magenbandbehandlung

Die Sleeve-Gastrektomie ist ratsam bei Fettleibigen, die sich u.a. nicht davon abhalten können Süßwaren zu essen. Die Sleeve-Gastrektomie führt man auch als Nachoperation durch, wenn eine Magenbandbehandlung gescheitert ist (Nachwirkungen – z.B. Abrutschen des Magenbandes oder mangelnde Behandlungsresultate). Diese Operation wird auch bei einer extremen Fettleibigkeit durchgeführt – als erster Schritt in einer mehrstufigen Behandlung. Eine OP-Indikation ist auch Diabetes Typ 2. Nach der Magenresektion erhöht sich die Gewebsempfindlichkeit auf eigenes Insulin, das von der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Das ermöglicht die Einnahme von Insulin einzustellen oder die Dosen von Antidiabetika zu reduzieren.

Verlauf der Operation

Bei der Sleeve-Gastrektomie werden 4/5 des Magens abgetrennt, es bleibt nur ein Fragment übrig, welches größen- und formmäßig einer Banane gleicht (Schlauchmagen). Der mithilfe von einem Klammergerät (Stapler) abgetrennte Teil des Magens wird aus der Bauchhöhle entfernt. Der verkleinerte Magen hat ein Volumen von ca. 150 ml. Durch das geringe Magenvolumen wird man gezwungen die Essensportionen zu verkleinern. Der Verdauungsprozess dauert länger.

Der Vorteil einer laparoskopischen Operation ist die schnelle postoperative Genesung. Die Operationswunden sind klein, bereiten weniger Schmerzen und heilen schnell. Die Patienten gewinnen schneller ihre volle berufliche Funktionsfähigkeit zurück und der Krankenhausaufenthalt dauert nur einige Tage.

Laparoskopische Operation

Die chirurgische Therapie von Fettleibigkeit konnte sich durch Anwendung laparoskopischer Operationstechnik entwickeln. Während der laparoskopischen Operation (immer unter Vollnarkose) wird Kohlenstoffdioxid durch eine spezielle Nadel in die Bauchhöhle eingeleitet. Das Gas im Bauchraum hebt die Bauchdecke an und rückt die Innenorgane beiseite, was die Arbeit mit chirurgischen Instrumenten, sowie die Beobachtung der ausgeführten Tätigkeiten ermöglicht.Das Wegrücken der Gedärme von der Bauchdecke ermöglicht das Einführen eines Rohres durch die Bauchwand (sog. Trokar). Durch den Trokar führt man die Kameraoptik in den Bauch ein; das weitere Vorgehen wird auf dem Fernsehbildschirm beobachtet. Zur Durchführung einer Magenresektion sind 5 bis 6 Trokare notwendig (siehe Abbildung nebenan). Die laparoskopischen Instrumente haben eine längliche, abgeplättete Form; sie werden von außerhalb des Bauchraumes gesteuert. Ihre Form ermöglicht die Ausführung aller chirurgischen Tätigkeiten: Greifen, Verschieben, Schneiden, Nähen, Koagulieren, Entfernen von Gewebeteilen usw.
Am Ende der laparoskopischen Operation – nach Entfernung des abgetrennten Teiles des Magens (und der Überprüfung, ob die Naht der Magenwand undurchlässig ist), entfernt man die chirurgischen Instrumente und Trokare, entleert den Bauchraum vom Gas, näht die Öffnungen in der Bauchdecke und legt den Verband an. Nach der laparoskopischen Operation im Vergleich zum herkömmlichen Schnitt – gibt es weniger Schmerzen, die Rekonvaleszenzzeit ist kürzer (Rückkehr zu häuslicher, beruflicher und sportlicher Aktivität). Die Wunden nach der Operation heilen ohne Nebenwirkungen.

Phasen der Operation

Nach der Operation

Der Krankenhausaufenthalt nach der Sleeve-Gastrektomie dauert in der Regel 1-2 Tage. Um die Undurchlässigkeit der Schnitt- und Nahtstelle zu prüfen, führt man eine radiologische Untersuchung mit einem Kontrastmittel durch. Nach der Bestätigung der Undurchlässigkeit kann der Patient Flüssigkeiten und eine gemischte Diät zu sich nehmen
Beim Großteil der Patienten führt die Sleeve-Gastrektomie des Magens zu einer zufriedenstellenden Verringerung des Körpergewichts.Wenn der Gewichtsverlust nach der Operation unzureichend oder der Patient extrem übergewichtig ist, kann die Sleeve-Gastrektomie der erste Schritt in einer mehrstufigen Therapie sein.
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